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fürchten d ie Freundschaft der fre ie n W e lt genau so w ie ie

WELT-MOSAIK                                                                                                                                                                  deren Feindschaft fürchten. M an dürfe nicht in die E rwartung
                                                                                                                                                                             v e rfa lle n , daß bei den Beherrschern der S ow jetunion ein
                                                                                                                                                                             G esinnungswechsel e intreten w ü rde . „N u r d ie a m e rika ­
                                                                                                                                                                             nischen V o rrä te an A tom bom ben geben uns d ie G e w ä h r, c ie
                                                                                                                                                                             U n te rjo c h u n g W e ste u ro p a s durch kom m u nistische M anön er
                                                                                                                                                                             zu verhindern. W enn die S ow jetregierung d ie A tom energie

                                                                                                                                                                             unter in te rn a tio n a le K o ntrolle gestellt und ih re m ilitä ris c .e

                                                                                                                                                                             A n w end ung geächtet sehen w ill, dann muß sie der

DIE VO LLV E R S A M M LU N G DER U N O                                             U N O , unter e in e r Verfassung und e iner Regierung, die von                          W e lt nicht nur durch W o rte od e r schriftliche N o ten das G e­
be g an n ihre d ie s jä h rig e S itzu n g sp e rio d e am 21. Sep­                den Koreanern selbst in fre ie n W a h le n g e w ä h lt v/urde.                         fühl der Sicherheit geben, sondern durch Taten.
te m b e r im Palais de C h a illo t in Pari!. Die um fang­                         3. G rie ch e n lan d muß v o r aggressiven und ungesetzlichen Ein­                      Sie m öge ih re n G r iff um ih re S a te llite n sta a te n in Europa
                                                                                    mischungen von außen her gesichert, sein politisches Leben                               lösen. Sie m öge sich in ih r eigenes Land zurückzie hen,

reiche Tagesordnung um faßt insgesamt w e it über                                   durch dem okratischen Fortschritt und Achtung v o r dem Gesetz                           das ein Sechstel d e r Landoberfläche e in n im m t. Sie m öge
fü n fz ig Them en, d e re n B eratung sich voraussichtlich                         in O rdn ung gebracht w erden. 4. Eine Regelung in Indonesien,                           die e lf alte n H auptstädte O steuropas durch ihren Abzug
über mehrere M onate erstrecken w ird.                                              d ie ohne weiteres B lutvergießen nach den R ichtlinien des                              b e fre ie n , d ie sie je tz t in ih re n K lauen h ä lt. Sie m öge
                                                                                    R enville-Abkom m ens v e re in b a rt w e rde n muß. 5. Fortsetzung                     h in te r d ie C u rz o n -L in ie z u rü ckg e h e n , w ie es a b g e m a ch t w e r,

D ie B e rlin e r Krise sow ie d ie in te rn a tio n a le A to m e n e rg ie ­      der V e rm ittlu n g und der V erhandlungen zwischen Indie n und                         als w ir noch als K am eraden Seite an Seite käm p fte n . S e

ko n tro lle , die w iederum m it dem Problem der allgem einen                      Pakistan übe r d ie Kaschm ir-Frage, um zu erre ichen , daß eine                         m öge d ie eine M illio n o d e r m ehr deutsche und ja p a n is d e

A b rü stu n g engstens ve rk n ü p ft ist,  standen bisher im M itte l­            frie d lic h e Regelung eine  Frage zum Abschluß b rin g t, die                          G efangenen, die sie je tz t              a ls Sklaven h ä lt, fr e ila s s e ..
                                                                                                                                                                             Sie m öge d a m it a u fh ö re n ,        die U nterdrückung, F olte rurg
punkt der Debatten.                          gaben den Abbruch der                  ernste G e fa h re n in sich b irg t. 6. D ie schne lle A n n a h m e eines              und A usbeutung der Teile                 Deutschlands und ö s te rre id s
D ie dre i westlichen G roßm ächte           S ow jetunion bekannt und                                                                                                       fo rtz u fü h re n , d ie sie je tz t in  ihren H änden hat. Die A u f­
direkten Verhandlungen m iv der                                                     in te rn a tio n a le n Kontrollsystem s fü r d ie A tom energie, durch

                                                                                    das die Entw icklung von A tom w affen in n e rh a lb der^ natio nalen

überw iesen den S treit um Berlin dem S icherheitsrat m it der                      Rüstungsprogramm e verboten und nur ih re Entw icklung fü r                              hebung d e r B e rliner Blockade w ü rd e le d ig lic h das Einstell«n

B egründung, die S ow jetunion bedrohe durch ih r V erhalten die                    frie d lic h e Zwecke e rla u b t w ird . 7. Eine V e rm in d e ru n g der               e in e r Erpressung b ed eute n. D a fü r d a r f es ke in e G e g e n g a b e
in te rn a tio n a le S icherheit und den Frieden. Die R egierung der               Rüstungen u nter angemessenen und zuverlässigen G a ra n tie n                           geben. Sie m öge a u fh ö re n , M a la y a und Indonesien ins

V e reinig ten Staaten veröffentlichte ein W eißbuch über die                       gegen G ew alta kte, sobald die W ied e rh e rste llu n g des p o li­                    U nglück zu stürzen. Sie m öge Korea b e fre ie n . Sie m öge

Vorgeschichte d e r Krise und über den bisherigen V e rla u f der                   tischen Vertrauens dies g e sta tte t.'                                                  den heim tückischen B ü rg e rk rie g in C h in a e in s te lle n . V< r
V erhandlungen der B evollm ächtigten in Moskau sow ie der                          M a rsh a ll e rklä rte w e ite r, seine Regierung unterstütze die                       a lle m a b e r m öge sie ih re eigenen w e iten G e b ie te de i

M ilitä rg o u v e rn e u re in B erlin. In A n betracht d e r kritischen           E m pfehlungen d er „k le in e n V o llv e rs a m m lu n g ' üb e r gewisse              üblichen Verkehr d e r Menschen unterein ander öffnen '

Lage beschloß der S icherheitsrat, die Beratungen unverzüglich                      Einschränkungen fü r den G ebrauch des Vetorechtes im Sicher­                            N iem and w o lle den Sowjets etwas nehmen, was ihnen ge­

anzusetzen, tro tz des Protestes des sow jetischen D e legierten ,                  heitsrat Er gab w e ite r bekannt, daß d ie am erikanische                               hört. „ W ir verla n g e n von ihnen schließlich nicht m ehr, a s

d e r an den w e itere n zöge rnd en V e rh a n d lu n g e n nur als Be­            D elega tion d ie Schaffung e in e r U N O -S icherheitstruppe unter­                    was d ie anderen S iegerstaaten fre iw illig getan haben. Ke n

obachter teilnahm .                                                                 stützen w ird Die ständige W e ig e ru n g e in e r kle inen M in d e r­                 a n d e re r d e r frü h e re n A lliie rte n ha t versucht, sich größ e e
D ie je tz t entstandene Lage ist das Ergebnis fo lg e n d e r Ent­                 heit in n e rh a lb der U N O , zur V e rw irklichung d e r gemeinsamen                  G ebiete o de r Bevölkerungsteile e in z u v e rle ib e n .'

w ic k lu n g : A m 23. A u g u s t w a r es zw ischen den W estm ächten            Z ie le b e izu trag e n , sei eine A n g e le g e n h e it von ernster Bedeu­

und M arsch all S talin in M oskau zu e in e r grundsätzlichen                      tung. „U nter den M itg lie d e rn dieser O rga nisatio n besteht                        EINE ERW EITERUNG DER W E S T U N IO N

V e re in b a ru n g geko m m en. D ie Russen hatte n sich z u r A u f­             keine Verschw örung, irgen dein e N a tio n o de r eine Staaten­                         durch Einschluß d e r USA und Kanadas w u rd e vo i
hebung der B erliner Blockade b e re ite rklä rt, und die O stm ark                 g ru p p e in d ie M in d e rh e it zu b rin g e n . M e h rh e ite n b ild e n sich     den Außenm inistern M arshall und Bevin sow i
so llte in ganz B e rlin, a lle rd in g s unter V ierm äch te-K o ntrolle,          schnell bei e in e r U nterstützung d e r G run dsätze d e r C h a rta .

e in g e fü h rt w e rde n. Die technischen Einzelheiten dieses Be­                 D ie N a tio n e n , d ie sich s tä n d ig in d e r M in d e rh e it b e fin d e n ,     dem kanadischen M in is te rp rä s id e n te n M acke n z .*

schlusses und seine praktische D urchführung festzulegen, w a r                     w erden in den Reihen d e r M e h rh e it beg rüß t, jedoch m cht                        King e rö rte rt.
A u fg a b e der v ie r M ilitä rb e fe h ls h a b e r in B erlin. Letztere Ver­    um den Preis eines Komprom isses in fundam entale n P rin zipien.
handlungen scheiterten an dem Verhalten M arschall Soko-                            M a rsh a ll fo rd e rte dann die D e lega tionen a u f, die neue Er­                    Die U m w a n d lu n g d e r W estunio n in eine A tla n tisch e Unic i
lo w skis, d e r nic h t b e re it w a r, sich an d ie M o s k a u e r V e re in ­  klä run g d e r Menschenrechte anzunehm en. „R egierungen, die                           w erde noch e in ig e Z e it dau ern , doch sei eine Teilnahrr*
barung en zu halte n. D a rau fhin richteten d ie W estm ächte am                   system atisch d ie Rechte ih re r eige n e n V ö lk e r m iß ach ten , w e r­            A m erikas an der V e rteid igung W esteuropas nach Beendigu ,
4. S e ptem ber e in e neue N o te an d ie S o w je tre g ie ru n g , in            den w a h rs c h e in lic h d ie Rechte a n d e re r N a tio n e n und a n d e re r      d er am erikanischen W a h le n durchaus w ahrscheinlich, vr -
d e r sie u nter H inw e is a u f das m it S talin getro ffe n e p rin z ip ie lle  V ö lke r auch nicht respektieren und ih re auß enpolitischen                            la ute te in Paris.
Ü bereinkom m en a u f die U n m ög lich keit e in e r Einigung m it                Z ie le durch Zw ang und G e w a lt zu erreichen versuchen._ W ir
S o ko lo w ski h in w ie s e n . D ie russische A n tw o rt vom 18. Septem ­       d ürfen uns von unserer Bahn nicht von jenen a bb rm gen                                 Die V e reinig ten Staaten und Kanada haben d ie Ernennun i
ber zeigte — tro tz m ancher u n kla re r Form ulierungen — deut­                   lassen, die m it re vo lu tio n ä re n Schlagw orten den W ie d e r-                     des Chefs des Britischen Em pire-G eneralstabes, Feldmarschc
lic h , d a ß d ie Sow jets sich in verschie denen Punkten d ie A u f­              a u fb a u ve rh in d e rn o d e r gewisse J llu sio n e n eines k ü n ftig e n          Lord M ontgom ery, zum Vorsitzenden des V e rteid igung srat ,
fassung Sokolow skis zu eigen gem acht hatten. Den A m eri­                         W ohlstandes erwecken m öchten, tatsächlich abe r H unger                                d e r W e s tu n io n b e re its o f fiz ie ll g e b illig t. D e r b ritisch ,»
kanern erschien eine Fortsetzung d e r V e rha ndlun gen zwecklos.                                                                                                           R üstungsindustrie sollen größere Lieferungen an A lu m in ii
A u ß e n m in is te r M a rs h a ll lie ß sich am 21. S e ptem ber in Paris        und U nordnung bedeutet.'                                                                und Stahl im Rahmen des m ilitä risch e n H ilfsp ro g ra m m s .
v on Bevin und Schuman zu e in e r letzten N o te an M oskau                                                                                                                 gesagt w orden sein, da G roß b rita n n ie n den H a uptante il
überreden, deren v ö llig unbefriedigende A n tw o rt der von                       REGIONALE O R G AN IS ATIO N E N                                                         der Belieferung W esteuropas m it W affen und Flugzeugen
M a rs h a ll v e rtre te n e n Skepsis recht gab .                                 fo rd e rte de r britische A ußenm inister Bevin, wenn                                   tra g e n haben w ird . Ein am erikanisches S o fort-P rogram . ^
D ie Russen e rk lä rte n sich z w a r m it d e r A u fh e b u n g d e r Ber­       es sich als u nm öglich e rw eisen s o llte , d a ß d ie                                 sieht die Lieferung von übe rzäh lig en W affen und Panze «
lin e r Blockade grundsätzlich einverstanden, verlan gte n jedoch                   Vereinten N a tio n e n ' auf W eltbasis fortbestehen                                    nach Europa vo r. In W ashington ist man d e r Ansicht, da i
g le ic h z e itig d ie E inführung e in e r sowjetischen K o n tro lle über                                                                                                 die unsichere politische Lage in Frankreich d ie Durchführu
den gesamten Land-, W asser- und Luftverkehr zwischen Berlin                        könnten.                                                                              (  e in e r neuen Pacht- und L e ih h ilfe an Europa erschwere.
und den W estzonen. Sie hätten a u f diese W eise je d e rze it                                                                                                              Dem am erikanischen Kongreß soll im Janu ar ein m ilitä risch , s
ihnen nicht genehme E infuhren nach Berlin unterbinden und                           Es ist besser, w ir fechte n je tz t unsere S c h w ie rig k e ite n aus,               H ilfsprogram m fü r W esteuropa vo rg e le g t w erden. In d ie ­
auch eine neue Blockade verhängen können. W as je tzt ille ­                        a ls daß w ir in einem N a rre n p a ra d ie s le b e n .' D e r russische               sem Zusam m enhang stehen auch V e rha ndlun gen übe r er «
galen C h ara kter hat, w äre dann a be r durch d ie U nterschrift                  V o rschlag, a lle Staaten sollten ih re Rüstungen um ein D ritte l                      25jähriges Defensiv-Bündnis zwischen USA, G ro ß b rita n n ie n ,
d e r W estm ächte gewisserm aßen s a n ktio n ie rt w o rd e n . A u ß er­         beschränken, scheine ihm einem A n tra g gleichzukom m en, der                            K anada, Frankreich und den Benelux-Sfaaten.
dem hat eine K o n tro lle des Luftverkehrs zwischen den W est­                     die ganze W e lt entw affnen w o lle , w ä hre nd Rußland das
zonen und den Sektoren d e r w estlichen A lliie rte n in Berlin                    G eheim nis über seine eigene m ilitärische Stärke w a hre . „Ich                          MOSAIK
 b is h e r n ich t bestande n, so d aß d ie Russen s ta tt E n tgeg en­            möchte m it allem N achdruck d a ra u f hinw eisen, daß nur eine
 kommen zu zeigen sogar eine v ö llig neue Forderung a u f­                         M acht fü r das U n h e il ve ra n tw o rtlich sein w ird , das m it der                 DAS MONATS B LA T T DER ZEIT
 gestellt haben.                                                                    Entfesselung d e r schrecklichen Furie in einem A to m krie g über
 D a rü b e r h in a u s v e rle tz te n d ie Russen d ie v o n säm tlichen         d ie M enschhe it kom m en w ü rd e . Es is t d ie M acht, d ie sich                     AUS  DEM                                  .INHALT
 Partnern eingegangene V e rpflichtung e iner G eheim ha ltung der                  gew eig ert hat, an der K o n tro lle und der Entw icklung der
 V e rh a n d lu n g e n , indem sie ein lä ngeres K o m m unique m it dem          g ro ß e n neuen K rä fte zum Besten d e r M enschhe it m itz u a rb e ite n .                         Besuch bei Lady Roberfson
 H a u p tin h a lt ih re r A n tw o rt über die am tliche N achrichten­                                                                                                                   In den Tod fü r den Frieden
 age ntur „TASS' veröffentlichten. D am it w aren fü r die W est­                   W ir sind d ie O p fe r des kalten Krieges, d e r gegen uns a lle
                                                                                    von M oskau g e fü h rt w ird . Stim m t es, daß alles, was die                                                Typisch deutsch?
 mächte die Voraussetzungen fü r w e itere direkte V e rhandlungen                  S o w je tre g ie ru n g tu t, n u r T a ktik ist? Diese M eth ode steht so g a r                           Blick auf Jugoslawien
 entfa llen.                                                                        in Lenins eigenen S ch riften: »Die Existenz d er S o w je tre p u b lik                              M o d e : Im W esten viel Neues
 W ä hrend die W estm ächte hoffen, durch den Druck der öffen t­                    Seite an Seite m it den im pe ria listisch e n Staaten ist a u f die                                  Tücher wehen im H erbstw ind
 lichen M e inu ng d e r W e lt d ie S o w je tun ion z u r A u fg a b e der         D auer undenkbar. Die eine o de r die andere Partei muß am                                    Unser Schnittm uster: Für die Kleinsten
 Blockade von B erlin zu zw ingen und sie zu veranlassen, ih re                      Ende triu m p h ie re n , und ehe dieses Ende kom m t, w ird eine                       • Leben Sie rich tig ?
 ablehnende H a ltu n g gegenüber dem am erikanischen Plan zu r                      Reihe von schrecklichen Zusam m enstößen zwischen d er S ow jet­
 A to m e n e rg ie k o n tro lle zu re vid ie re n , rechnet man sow jetischer-     re p u b lik und den bourgeoisen Staaten unverm eidlich sein.                                                  Kleine Mädchen
 seits d a m it, neue A n hänger fü r d ie Forderung a u f unverzüg­                 Das bedeutet, daß die herrschende Klasse, das P roleta riat,                                                ü b e r das W achstum
 liche Zerstöru ng d e r A tom bom ben zu gew inn en und jede                       w e n n es am R uder b le ib e n w i ll , fä h ig sein m uß, d ie M acht                              Die Vernunftheirat, Erzählung
 w irklich e Interventio n der Vereinten N a tio n e n in der B erliner             auch durch m ilitä risch e O rg a n is a tio n e n zu e rhalten .« Dieses
  Frage zu vereiteln.                                                                Z ita t ist dem W erke Stalins entnom m en, das den Titel trä g t.                                                                     *
  Die W estm ächte sind bestrebt, Bestimmungen zu e in e r in te r­
  natio n a le n K o n tro lle der A tom energie unter Teilnahm e und                »Die Problem e des Leninismus.«                                                                                     Tite lb ild
 M itve rp flich tu n g der S ow jetunion zustande zu bring en, w e il               Kann sich W yschinski d a rü b e r w u n d e rn , daß w ir sehr v o r­                                         Aquarell von Ursel Kießling
  sie wissen, daß das am erikanische A tom bom benm onop ol ze it­                   sich tig in d e r B e u rte ilu n g s e in e r E rk lä ru n g s in d , d aß es d ie
  lich begrenzt ist. W enn auch d ie technische Entw icklung der                     P o litik Rußlands sei, die in te rn a tio n a le Z usam m enarbeit zu                                                                      *
  Russen heute a u f diesem G e b ie t v ie lle ic h t noch fü n f bis zehn          steigern und zu stärken? A lle russischen H a n d lu n g e n strafen
  Jahre im Rückstand ist, so ist doch beka nnt, daß sie m it a lle r                 d ie russischen E rklä run gen Lügen. Dem Vernehmen^ nach                                                  M o d e z e ic h n u n g e n
  Energie bem üht sind, den Vorsprung des W estens aufzuholen.                       betragen d ie S tre itkrä fte Rußlands m indestens d re i bis v ie r                                             van lasi Puih, Hans Bohf
                                                                                     M illio n e n M ann. V o r dem K rie g zählte n sie meines W issens
  KEINE VERSCHÄRFUNG DER S P A N N U N G                                                                                                                                                                                   *
  der internationalen Lage wünsche die am erika­                                     etwa eine M illio n .'

  nische R egierung, e rk lä rte A u ß e nm in iste r M a rsh a ll                  DEM WEST-ÖSTLICHEN GEGENSATZ
                                                                                    und d e r W a rnu n g v o r d e r drohenden G e fa h r eines
  in seiner Rede im ü b e rfü llte n Sitzungssaal d e r U N O -
                                                                                    dritte n W e ltkrie ge s g a lt eine Rede W inston Chur­
 V ollversam m lung, jedoch auch keinen Kom prom iß                                 chills, die dieser a u f dem Jahreskongreß der Kon­

  in grundsätzlichen Fragen.                                                        servativen Partei G roßbritanniens hielt.

                                                                                    „U nser augenblickliches V e rhä ltnis zur S ow jetunion ist be­
                                                                                    drückend. W ir sehen uns der tödlichen Feindschaft und den

„W e n n w ir den Frieden haben w o lle n , dann müssen w ir die                    ständigen A n griffen der Sow jetregierung und ih re r S a te lli­                                      Jl I ust ra t io ne n                                                     ,
Fragen lösen, die d e r letzte Krieg entstehen ließ . W ir sollten                  ten g e g e n ü b e r.' Die V e reinig ten Staaten und G ro ß o rita n -                      von Mia Lederer, Scholz-Peters, Trajun
                                                                                                                                                                                                                                                                      )

darum a lle Anstrengungen machen, um eine schnelle und                              nien hätten ih re S treitkrä fte nicht so w e itgehend aus

gerechte Friedensregelung herbeizuführen, da m it Japan und                         D eutschland a b z ie h e n d ü rfe n , ehe sich an d e r L in ie , an d e r

Deutschland als dem okratische und frie d lie b e n d e N a tio n e n               sich d ie A rm een d e r w e stlichen und ö stlichen A lliie r te n t r a ­              H erausgeber: Annedore Leber. — M it Zulassung

bestehen können. Unser Z iel in Ö sterreich ist die W ie d e r­                     fe n , ein e B e ru h ig u n g erg e b e n hätte . Es w ä re auch k lü g e r             N r. 132 d e r Britischen M ilitä rr e g ie r u n g . — Redak­
herstellung seiner politischen und w irtschaftlichen Freiheit                       gewesen, der britischen A rm ee den Einmarsch in B erlin zu                              tio n , Druck und Verlag : B e rlin-G rune w ald, Bismarck­

in n e rh a lb d e r G ren zen v o n 1937 und Ö sterreichs s o fo rtig e            esfatten und d ie Panzerdivisionen d e r A m e rika n e r nach                           p la tz , T elefon 97 79 21. Satz- und B ild h e rs te llu n g :

A ufnahm e in die U N O .                                                            rag einrücken zu lassen.                                                                A rn o Scholz Druck G . m. b. H. A n ze ig e n a n n a h m e
In Fragen, die den W e ltfrie d e n gefä h rd e n , streben w ir fo l­              „Es mag sein, daß man eine Formel o d e r einen künstlichen                              und A lle in v e rtrie b : iw ag, In ternatio nale W erbe- u.

gen de Z ie le a n : 1. Ein P a lä stin a , fre i won K rie g und K rie g s­        K om prom iß fin d e t, was dann als Lösung od e r Erlösung be­                          A nzeigengesellschaft m. b. H., B erlin-G runew ald,
gefahr, in dem sowohl die A ra b e r als auch die Juden die                         g rüß t w ird . A b er die grundsätzliche G e fa h r und der                             B ism a rckplatz, T elefon 97 53 12. Posfabohnem ent
frie d lic h e Entw icklung g a ra n tie re n , die von der V ollversam m ­         G egensatz w e rd e n bestehen b le ib e n .' D ie 14 M ä n n e r im                     v ie rte ljä h rlic h 3,60 DM zuzüg lich Postzustellgebühr.

lu n g und dem S icherheitsrat vorgeseh en ist. 2. Ein e in h e it­                 K re m l, d ie ü b e r 300 M illio n e n M enschen herrschen und je tz t

liches und una bhängiges K orea, zugelassen als M itg lie d der                     halb Europa m it kom munistischen M ethoden nied e rh a lte n .
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